Bei diesem Stück gibt es keine Probe und keine Regie. Der Darsteller hat absolut keine Vorkenntnisse über den Text. Er betritt die Bühne, bekommt dort einen versiegelten Umschlag mit dem Skript überreicht und entdeckt das Stück ohne jede Vorbereitung im exakt selben Moment wie du. Was als augenzwinkerndes Spiel beginnt, wird schnell zu einer fesselnden Auseinandersetzung mit Macht, Gehorsam, Freiheit und der Kraft des Theaters selbst.
Visions of Iran Filmfestival Köln
10. bis 14. Juni 2026 – Filmforum NRW/Museum Ludwig, Köln
Zum 13. Mal bietet „Visions of Iran“ Einblicke in iranische Gesellschaft und Kultur, vor dem aktuellen Hintergrund politischer Spannungen und anhaltender Repression: Mahnaz Mohammadis stellt persönlich „Roya“ vor, der von einer inhaftierten Menschenrechtsaktivistin erzählt. Der Freitagabend blickt auf die Vertreter*innen der iranischen „Generation Z“, die in Sahand Kabiris „The Crowd“ einfach nur eine Party organisieren wollen, und sich in Amir Azizis „Inside Amir“ mit Fragen der Auswanderung befassen.
Frauen im Widerstand sind unübersehbar: mit der tatkräftigen Afghanin Soraya in Mehrdad Oskueis Dokumentarfilm „A Fox Under a Pink Moon“, oder der wortkarg rebellierenden Protagonistin in Marva Nabilis Klassiker weiblichen Filmschaffens „The Sealed Soil“ (1977). Und in dem düsteren „The Killer and the Savage“ – Hamid Nematollahs Thriller mit Leila Hatami schafft es nach sechs Jahren des Ringens endlich auf die Leinwand.
Einen neuen Blick auf die „Meerenge von Hormoz“ eröffnet am Sonntag ein Schwerpunkt zum iranischen Süden. Ungewohnte Perspektiven bieten auch unsere Kurzfilmauswahl „Life is too short“ – mit Gästen! – und Amirali Navaees Fantasy-Film „Sunlight Express“: in unserem Anschlussfilm brechen Zugreisende in das sagenhafte Hermia auf.
Und vorab, zur Eröffnung präsentiert „Visions of Iran“ gemeinsam mit Theater Colonia Nassim Soleimanpours erfolgreiches Theaterexperiment „Weißes Kaninchen, Rotes Kaninchen“. Der bekannte Kölner Schauspieler Mohammad Ali Behboudi begegnet dem Text erstmals live auf der Bühne – ein Theaterabend im Kino: über Kontrolle, Freiheit und die Kraft der Kunst.











